Kinder wollen spielen
Das Spiel ist wichtig für eine gesunde Entwicklung der Kinder. Sie erwerben im Spiel Fähigkeiten, welche im späteren Leben gebraucht werden. Spielplätze und Spielräume sind Orte, wo Kinder andere Kinder treffen und ausserhalb der elterlichen Wohnung spielen können.
Was spielen Kinder im Freien?
Grundsätzlich werden heute bei der Gestaltung und Bewertung von Kinderspielplätzen vier Kriterien berücksichtigt, wobei sich diese unterschiedlichen Aspekte von Spielqualität auch überschneiden können:
Sich Bewegen
Die Kinder wollen springen, rennen, schaukeln, klettern, hüpfen und herumtollen. An Orten, wo Kinder nicht auf Gefahren achten müssen, können sie sich intensiv dem Ballspiel oder Fangen hingeben. Grosse Plätze und Wiesen und Spielgeräte ermöglichen dies.
Gestalten
Mit Steinen und Ästen, Blättern und anderen Naturmaterialien bauen Kinder Hütten und Zwergenhäuser, kleine Gärten und Blumenküchen. Sandbereiche in Verbindung mit Wasser lieben viele Kinder besonders. Hier können ganze Landschaften gebaut und auch wieder zerstört werden. Überhaupt – Bauen, Abbrechen, Neugestalten und Umgestalten faszinieren sowohl Kleinkinder als auch Schulkinder.
Abenteuerspiele und Erfahrungen sammeln
Kinder sind neugierig und wollen die Welt kennenlernen und erforschen. Tiere finden und beobachten, auf Kletterbäume steigen und Feuer machen gehören dazu. Und wenn sie durch dichtes Gebüsch schleichen, verwandeln sie sich plötzlich in Räuber, Ritter oder Piraten und können so unglaubliche Abenteuer erleben. Auch alte Fahrzeuge, Ruinen, Schiffe, Hängebrücken und Böschungen eignen sich für Rollen- und Abenteuerspiele.
Begegnen
Auf gemütlichen und geschützten Plätzen treffen sich die Kinder für Rollenspiele, sie spielen «Vater-Müetterlis», tauschen Geheimnisse aus und erzählen einander Geschichten.
Auch Eltern mit Kleinkindern schätzen gemütliche Begegnungsplätze mit Sitzgelegenheiten in der Nähe des Sandbereichs, wo die Kleinsten spielen.
(Kriterienkatalog gemäss Fachstelle SpielRaum, Bern; www.spielraum.ch)

